30.09.05 | Der LWL Neue Bewohner am Heiligen Meer<br/>Einwanderer kommen über die Kanäle
Dr. Heinrich Terlutter (links) zeigt den frischen Garnelenfang aus dem Mittellandkanal.
Foto: LWL/Crazius
¿Kanäle und Gewässer dienten als Wanderwege für Tiere und Pflanzen¿, so der Vorsitzende des Vereins, Dr. Bernd Tenbergen. ¿Dabei gelangen sie oft per Schiff zu uns oder einfach über die ideale Verbindung der Kanäle und Flüsse.¿ So erreichte etwa die Süßwassergarnele über den Rhein-Rhône-Kanal Deutschland.
Neben Spätblühender Traubenkirsche, verschiedenen Springkräutern, Kanadagans und Kastanien-Miniermotte wanderten auch Wandermuschel, Schwebegarnelen und Süßwasserstrandfloh ein. Auch größere Tiere wie Nutria, Bisam und Waschbär seien inzwischen in Westfalen heimisch. ¿Durch Anpassung ist es diesen Neubürgern möglich, erfolgreich unsere Ökosysteme zu besiedeln¿, sagt Terlutter. Nutrias haben sich beispielsweise auf das vorhandene Nahrungsangebot eingestellt und sich dem Klima weitgehend angepasst.
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