19.08.04 | Der LWL LWL baut westfalenweite Datenbank für Museumsbestände auf
Zu einer wissenschaftlichen Inventarisierung gehört professionelles Arbeitsmaterial.
Foto: LWL
Bei der Inventarisierung geht es nicht nur darum, auf jedes Objekt einfach eine Inventarnummer zu kleben, sondern zukünftige Exponate müssen nach wissenschaftlichen Kriterien erfasst werden. Deshalb hat das Westfälische Museumsamt ein Regelwerk entwickelt, das es als spiralgebundenes Handbuch 'Inventarisierung, Dokumentation, Bestandswahrung' herausgegeben hat.
Größere Museen arbeiten bei der Dokumentation meist mit EDV-gestützten Datenbanken. Auch diese Museen fördert und unterstützt der LWL bei der Dokumentation. So haben die Museumsfachleute zum Beispiel bei der Entwicklung einer speziellen Erfassungssoftware mitgearbeitet, die die Museen bei der Dokumentation einsetzen.
Derzeit unterstützt das Westfälische Museumsamt mehrere größere Museumsdokumentationen. Dazu gehört mit dem Lippischen Landesmuseum Detmold das älteste Museum Ostwestfalen-Lippes, das vom LWL 33.250 Euro als Zuschuss erhält.
Das 1933 von Josef Spiegel gegründete Ruhrtalmuseum in Schwerte (Kreis Unna) bekommt 6.600 Euro. Die Volkskundlerin Dr. Christine Schönebeck wird in zweieinhalb Jahren unter anderem die vielen Funde erfassen, die Spiegel an der Ruhr gemacht hat. Dazu gehören eine Maulwurffalle ebenso wie Feldpostbriefe. Das Töpfereimuseum in Ochtrup (Kreis Steinfurt) erhält 5.200 Euro.
Von der digitalen Dokumentation profitiert nicht nur das jeweilige Museum, das künftig per Tastendruck schnell herausfinden kann, wo sich ein Museumsstück im Magazin befindet, ob es ausgeliehen ist oder gerade in der eigenen Ausstellung zu sehen ist. 'Westfalenweit arbeiten immer mehr Museen mit der elektronischen Dokumentation. Sobald sie ihre Bestände erfasst haben, schicken sie uns die Daten zu. Mittlerweile haben wir schon einen sehr guten Überblick über die Sammlungen in Westfalen. So können wir Museen schnell helfen, die für eine Ausstellung ein bestimmtes Ausstellungsstück suchen', erklärt Manfred Hartmann, der im LWL-Museumsamt Ansprechpartner für die Museumsdokumentation ist. So kann man selbst die unscheinbare Maulwurfsfalle aus Schwerte schnell finden, wenn sie in das Konzept einer Ausstellung passt.
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Frank Tafertshofer, Telefon 0251 591-235
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 21.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
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